Schaubergwerke ziehen immer mehr Touristen an
Solch ein Ausflug in die Unterwelt vermag längst nicht mehr nur ein Häufchen Eingeweihter zu begeistern. Alte und uralte Bergwerke, in denen die Schätze Böhmens und Mährens zu Tage gefördert wurden, ziehen Jahr für Jahr größere Touristenscharen an. Den Recherchen der Agentur Mag Consulting zufolge stiegen die Besucherzahlen in diesen bergmännischen Attraktionen in den letzten zehn Jahren ungefähr auf das Vierfache, konkret auf 450 000 Besucher im Jahre 2009 an. Die Expansion dieses Interesses dürfte sich fortsetzen, denn der Bergbautourismus bietet noch viele Möglichkeiten zur Verbesserung. Als Beispiel sei der Klettergarten im Bergbaumuseum OKD in Ostrava genannt. Ein recht ungewöhnliches Erlebnis bietet seinen Besuchern auch das Bergbaumuseum in Příbram, wo die Besucher auf gleiche Weise in die Zeche Drkolnov einfahren, wie es vordem die Knappen taten – nämlich per Abfahrt auf einer 50 Meter langen Rutsche in einem tonnenlägigen Schacht. Zu den meistbesuchten bergmännischen Objekten gehören das Silbermuseum in Kutná hora (Kuttenberg) oder das Freilichtmuseum Mayrau bei Kladno.
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